SG Bornh./Schmalensee      -     VFR Laboe
      SG BornhSchmWank   VFR Laboe

                                         0 : 1 (0 : 0)
 Chapeau, SG

Unverdiente Last-Minute-Niederlage im letzten Saisonspiel


SG Bornhöved/Schmalensee - VfR Laboe

                                  0:1 (0:0)

Tore: 0:1 (90.) DargoVeselinovic

Aufstellung: Patrick Rehberg (1) – Rigers Jace (8) (14) - Torben Ruckpaul (3) - Florian Bruckschlögl (17) – Marcel Petitijan (22) – Kai Dose (99) – Patrick Mester (24) –Murat Ocak (6) - Valdrin Idrizi (7) ab 65. Metin Sari (28) - Fabian Makus (10) – Nico Wolf (11)

Nicht eingesetzt: Joachim Jablonski (9) und Jan Schütt (99)

Verletzt fehlten: Sebastian Brügmann,Jonas Griese, Rene Danker und Elias Laizer

Tim Garnitz und Hendrik Müller fehlten berufsbedingt

Schiedsrichter: David Krausser, SSV Großensee, brachte durch seine nicht nachvollziehbaren Entscheidungen unnötig Farbe ins Spiel

Schiedsrichterassistenten:

Niels Heyer, SV Preußen 09 Reinfeld, und Konrad Zesch, SSC Hagen-Ahrensburg


(LR) Im letzten Saisonspiel präsentierte sich die SG nach den eher mageren Spielen davor in Spiellaune und überzeugte sowohl spielerisch als auch kämpferisch das eigene Publikum im heimischen Seestadion. Das Team von Trainer Ralf Hartmann, der nach seiner Ankündigung offensichtlich in der Woche die richtigen Worte gefunden haben muss, bestimmte zunächst das Spiel und erarbeitete sich einige gute Möglichkeiten, die aber leider nicht den Weg ins Laboer Tor fanden. So traf Torjäger Fabian Makus nur die Latte (28.) oder scheiterte am guten Gästekeeper Christian Hirdes. Die als Favorit auflaufenden Männer aus dem Ostseebad Laboe, die mit einem Sieg in der Fremde den dritten Platz absichern wollten, der zu den Landesligarelegationsspielen berechtigt, hingegen fanden nicht wie gewohnt ins Spiel. Über ihre schnellen Flügelspieler erspielten sie sich nur zwei Möglichkeiten, die die aufmerksame SG-Defensive um den am heutigen Abend überragenden Florian Bruckschlögl und Torben Ruckpaul in der Innenverteidigung mit Glück und Geschick vereitelte.

In der 41. Spielminute dann der große Auftritt von Schiedsrichter David Krausser, der Schicksal spielte und durch eine unverständliche Entscheidung die SG-Spieler auf die Palme brachte. Was war passiert? Torben Ruckpaul, bislang nur eine gelbe Karte gegen TSV Stein und das als Abwehrspieler, erhielt nach einem „normalen“ körperlichen Zweikampf mit einem Laboer Spieler die Rote Karte, weil er nach Auffassung des Unparteiischen das „Allerweltsfoul“ noch vor dem SG-Strafraum als letzter Mann beging und dadurch eine Torchance vereitelte. Eine viel zu harte Entscheidung, die nicht nötig gewesen wäre, wenn der Schiedsrichter ein wenig mehr Fingerspitzengefühl gehabt hätte. So kochte in einem bislang fairen Spiel plötzlich die SG-Volksseele hoch. Kai Dose erhielt wegen einer Unsportlichkeit zunächst auch noch gelb/rot, obwohl er noch gar nicht vorbelastet war, denn die gelbe Karte zuvor erhielt Nico Wolf wegen einer Unsportlichkeit im Zusammenhang mit der SR-Entscheidung gegen Torben. Da fehlte dem Schiedsrichter kurzzeitig der Durchblick. Nach Intervention durch seinen ansonsten auch nicht gerade sicheren Assistenten korrigierte er sofort seine Entscheidung.So ging es für die SG mit Kai, aber nur mit 10 Spielern weiter bis zur Halbzeit.
 
In der zweiten Halbzeit machten die in Überzahl spielenden Laboer mehr Druck, ohne allerdings spielerisch überzeugen zu können. Sie rannten sich immer wieder in der kompakt stehenden SG-Defensive um Florian Bruckschlögl fest. Die SG-Fans sahen an diesem Tag einen gut aufgelegten „Flo“, der nicht nur die SG-Defensive organisierte, sondern sich als Meister des Antizipierens zeigte, in dem er immer am richtigen Ort war, wenn es brenzlig zu werden schien, und das ohne Foulspiel. Großartig, Flo! Warum nicht immer so? Du kannst es ja, musst es nur wollen. Ich hoffe, so werden die Zuschauer auch in der kommenden Saison noch viel Spaß haben.

Die SG hingegen versuchte mit schnellen Kontern, die nicht sicher stehende Gästedefensive auszuspielen, allerdings ohne zählbare Erfolge. So kam der Tabellendritte kurz vor dem Abpfiff doch noch unverhofft zu einem Torerfolg, als Rigers Jace einen abgefangenen Ball in die Mitte statt nach außen spielte, dort aber vom Gegner abgefangen wurde. Dieses Geschenk nutzte der erst kurz vorher eingewechselte Dargo Veselinovic und bezwang den auch an diesem Tag sicheren SG-Keeper Patrick Rehberg. Großer Jubel bei den Gästen, die damit den dritten Platz festigten und sich nun auf die bevorstehenden Relegationsspiele freuen dürfen.

Fazit: Auch wenn es an diesem Tage ein sehr glücklicher Last-Minute-Sieg war, gehen die Glückwünsche zunächst an Trainer Mikica Mladenovic und sein Team, die als Aufsteiger eine konstante Saison gespielt haben und sich dafür mit dem dritten Platz belohnten.

Aber auch die Männer vom See mit ihrem Trainer Ralf Hartmann haben mit Platz zehn nicht enttäuscht, jedoch aufgrund der durchwachsenen Rückrunde mit nur 10 Punkten einen einstelligen Tabellenplatz knapp verpasst. Der eine Punkt im letzten Spiel hätte zu Platz neun gereicht. Aber wie heißt es in leicht abgewandelter Form so schön in der Sport-Zitatensammlung: „Wenn Du vorne kein Glück hast, kommt hinten auch noch Pech dazu!“ (Jürgen Wegmann, ehemaliger deutscher Bundesligaspieler von Borussia Dortmund). Die gute Leistung der SG gestern gerade in Unterzahl ab der 41. Minute wurde leider nicht belohnt. Aber im Gegensatz zu den anderen unterirdischen Spielen macht Fußball, wenn, so wie gestern Abend, alle mitziehen und kämpfen, doch wesentlich mehr Spaß, oder?

So sah unser gestriger Gegner das Spiel:

VfR Laboe

2 Std. · 

Unglaublich | Sensationell | Phänomenal

Wir vom Stosch haben unser Ziel tatsächlich erreicht.

Was für eine Mannschaft, was für eine Saison, was für Siege (Comet & Co), was ein Saisonendspurt, was ein Last-Minute-Beater in Bornhöved, der dem Ganzen noch die Krone aufsetzt. Da gibt’s schon mal Pipi in die Augen, weil das passiert Sportlern womöglich nur 1x.

Dass uns am Freitagabend der herzliche Gastgeber noch mit Freigetränken und Freiwurst gratuliert, echte Größe. Vielen Dank und alles Gute TSV Quellenhaupt Bornhöved - Herrenfußball auf dem neuen Weg mit Wankendorf zusammen!

Die eindeutige Notbremsenkarte war ebenso berechtigt wie die gelb-rote Karte unsererseits, wir finden eine gute Leitung des Unparteiischen an diesem Tag.

Quelle: https://www.facebook.com/VfRLaboe/