Wiker SV         FSG Saxonia

DANK MUHS:

FSG SAXONIA HOLT UNENTSCHIEDEN

Die FSG bleibt spielerisch hinter den Erwartungen zurück



Wiker SV - FSG Saxonia 2:2 (1:1)

Aufstellung

Daniel Hahne - Florian Bruckschlögl ab 46. Bastian Heinrich - Jonas Griese (K) - Sascha Reichow - Nicolai Steffen - Dominik Schiffer - Patrick Mester - Tim Wedemeyer ab 64. Christopher Kroll - Erik Reichelt ab 46. Elias Laizers - Jan Olaf Muhs – Arne Duggen

Auf der Bank: Sebastian Brügmann - Matthias Balzer

Verletzt/Krank/Verhindert: Tobias Jantzen - Andre Bolz - Patrick Rehberg - Valdrin Idrizi - Anatoli Lefler

Torfolge:

1:0 (4.) Nico Otto - 1:1 (12.) Dominik Schiffer – 2:1 (59.) Andre Wittern – 2:2 (82.) Jan Olaf Muhs

Schiedsrichter: Joshua Benjamin Anderson

Assistenten: Nils Jürgensen und Maik Schmuck

Das Schiedsrichtergespann ließ in der Regelauslegung und bei seinen Entscheidungen die erforderliche Konsequenz vermissen und fällte auf beiden Seiten einige merkwürdige Entscheidungen

Besonderes Vorkommnis: 71. Minute: Rote Karte für Dominik Schiffer nach einer Tätlichkeit nach einem brutalen Foul an Bastian Heinrich

Spielbericht

Mit drei neuen Spielern, die am Mittwoch im Pokalspiel in Plön nicht oder nicht von Beginn an dabei waren, begann Trainer Ralf Hartmann das erwartet schwere Spiel beim Tabellenletzten Wiker SV. Schon in den ersten Minuten wurde deutlich, dass der FSG, die aufgrund der tabellarischen Situation als Favorit ins Spiel ging, entweder noch das Pokalspiel von Mittwoch über 120 Minuten in den Knochen steckte oder der Gegner, noch 0 Punkte und noch kein Tor erzielt, nicht richtig ernst genommen wurde. Folglich erspielten sich die Gastgeber nach drei Minuten auch die erste Chance auf einem Rasen, der viel zu lang und folglich auch viel zu stumpf war. Aber damit mussten die schwarz-gelben Kieler ja auch zurechtkommen. Nur eine Minute später der erste Torjubel in dieser Saison am Auberg, als der Ball von der rechten Seite in die Mitte geflankt wurde und die ungeordnet stehende FSG-Defensive den Torschützen Nico Otto nicht im Blick hatte. Nach dem frühen Rückstand kam die FSG nun besser in die Partie und profitierte von einem Geschenk der Gastgeber, das Dominik Schiffer in der 12. Minute zum 1:1-Ausgleich nutzte. Nur kurz danach hätte Arne Duggen die FSG in Führung schießen können, doch Arne nahm das Geschenk des Wiker Keepers Justin Sörensen nicht an und schoss den Ball knapp am leeren Tor vorbei. Im weiteren Spielverlauf der ersten Halbzeit gab es auf beiden Seiten nur noch wenige Torraumszenen, so dass es mit einem Unentschieden in die Pause ging.

In der Halbzeitpause nahm Trainer Ralf Hartmann personelle Veränderungen vor und brachte für Florian Bruckschlögl und Erik Reichelt mit Bastian Heinrich und Elias Laizer zwei neue Spieler für die Offensive und stellte auch in der Defensive um. Dadurch kam spielerisch mehr Linie ins FSG-Angriffsspiel, ohne das es allerdings zu gefährlichen Torraumszenen kam. Im Gegenteil, nach einer Ecke von rechts war die FSG-Defensive wieder nicht gut sortiert, so dass Andre Wittern keine Mühe hatte, den Ball zum 2:1 (59.) zu versenken. Auch Die Wiker hätten nachlegen können, vergaben aber auch nur eine Minute später eine gute Kontermöglichkeit. Dieser erneute Rückstand schien die FSG wachgerüttelt zu haben, denn sie machte jetzt wieder mehr Druck. Dann der nächste Aufreger in der 71. Minute: Nach einem brutalen Foul an Bastian Heinrich auf der linken Seite vor den Trainerbänken gab es eine Rudelbildung, in dessen Verlauf Dominik Schiffer dem Verursacher an die Wäsche ging. Während „Domi“ dafür die Rote Karte sah, kam der Wiker Spieler nur mit gelb davon. Auch eine von vielen Entscheidungen des Unparteiischen in diesem Spiel, die nicht zu verstehen war. Mit mehr Laufbereitschaft und kämpferischem Einsatz kompensierte die FSG die Unterzahl und bestimmte jetzt das Spiel, während die Gastgeber sich auf gelegentliche Konter beschränkten. Nach einem Angriff auf der linken Seite landete der diagonal gespielte Ball bei Eilis Laizer auf der rechten Angriffsseite. Elias setzte Arne Duggen im gegnerischen Strafraum in Szene, doch dessen Schuss wurde abgewehrt. Den zurückprallenden Ball nahm Jan Olaf Muhs direkt aus der Luft und beförderte mit einem sehenswerten Volleyschuss das Leder mit leichtem Touchieren der Latte aus 14 Metern ins gegnerische Tor zum verdienten 2:2-Ausgleich in der 82. Minute. In der verbleibenden Spielzeit inklusiv der fünfminütigen Nachspielzeit wollte die FSG zwar noch mehr, aber letztlich blieb es bis zum Abpfiff bei dem insgesamt gerechtem Unentschieden.

Dazu Trainer Ralf Hartmann:

„Wir haben auswärts einen Punkt geholt. Es wäre mehr möglich gewesen, aber wir konnten, warum auch immer, hier nicht an die gezeigten Leistungen vom Pokalspiel in Plön anknüpfen. So müssen wir mit dem einen Punkt zufrieden sein.“



Ligamanager Dirk Ruckpaul äußerte sich wie folgt:

·         Ein Rasen, der kaum bespielbar war.

·         Ein Wiker Trainer, der unsere Spieler als asozial beschimpft

·         Ein Schiedsrichter, der Foulspiele, die an Körperverletzung grenzen, nicht adäquat ahndet

Das war kein gutes Auswärtserlebnis!

Bericht: Lothar Rath, TSV-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
 
   TSV Ploen      FSG Saxonia
Elfmeterkrimi im Schiffsthal

Die FSG versenkt die Blues im eigenen Stadion

TSV Plön - FSG Saxonia

8:9 n. E. (2:2) / (3:3) n.V.

Aufstellung

Patrick Rehberg (38) ab 30. Daniel Hahne (1) - Tobias Jantzen (15) - Jonas Griese (4/K) - Sascha Reichow (16) - Nicolai Steffen (11) - Elias Laizers (12) - Bastian Heinrich (8) - Tim Wedemeyer (24) - Dominik Schiffer (2) - Jan Olaf Muhs (13) - Arne Duggen (9) ab 85. Erik Reichelt (18)

Auf der Bank: Anatoli Lefler (6) und Sebastian Brügmann (5)

Verletzt oder nicht einsatzfähig: Matthias Balzer - Andre Bolz - Florian Bruckschlögl - Christopher Kroll - Patrick Mester - Valdrin Idrizi

Torfolge:

0:1 (24.) Bastian Heinrich - 1:1 (26.) Jonathan Ruben Elsner - 2:1 (29.) Tim Joneleit – 2:2 (45.+4) Jan Olaf Muhs – 2:3 (99.) Nicolai Steffen – 3:3 (111.) Nico Kocks

Elfmeterschießen:

3:4 Jan Olaf Muhs - 4:4 Nico Kocks - 4:5 Tobias Jantzen – 5:5 Sören Balk – 5:6 Jonas Griese – 6:6 Philipp Grandt – 6:7 Erik Reichelt – 7:7 Thore Schöning – 7:8 Tim Wedemeyer – 8:8 Tim Joneleit

Es geht auch hier in Verlängerung bis zur Entscheidung:

Sascha Reichow (FSG) scheitert an Keeper Jannes Menze

Mats Böckmann-Rixen (TSV) scheitert am Daniel Hahne –

8:9 Elias Laizer – Thilo Schmidt verschießt

Spannender kann ein Spielausgang nach 120 Minuten und dem anschließenden Elfmeterschießen nicht sein. Die zahlreichen anwesenden Fans beider Teams sind alle auf ihre Kosten gekommen, auch wenn die Plöner Fans durch den Fehlschuss bedingt enttäuscht das Stadion verließen

Schiedsrichter: Jan Malte Plath

Assistenten: Falk Schmidt und Jan-Malte Ganz

Spielbericht

Plön scheint für die Liga ein gutes Pflaster zu sein, denn nach dem 2:1-Erfolg im ersten Spiel der neuen Saison am 21.08.2021 im Schiffsthal gab es nur 11 Tage später ein erneutes Aufeinandertreffen der beiden Team im Schiffsthal-Stadion in Plön. Diesmal ging es nicht um Punkte, sondern im Kreispokal des Kreisfußballverbands Holstein um den Einzug ins Finale gegen den Sieger aus der Begegnung VfR Neumünster gegen PSV Neumünster.

Von Beginn an übernahmen die spielerisch gut aufgelegten Blues sofort das Kommando auf dem Platz, während das Team von Trainer Ralf Hartmann zunächst etwas verhaltener begann. Leider verletzte sich FSG-Keeper Patrick Rehberg bereits in der 3. Minute bei einer Abwehraktion und musste nach dem 1:2 in der 29. Minute verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Mit zunehmender Spieldauer kam die FSG besser ins Spiel und erspielte sich auch ein paar Möglichkeiten. Nach einer abgewehrten Plöner Ecke dann ein schneller FSG-Konter über die rechte Seite, auf der Elias Laizer für viel Druck sorgte, kam der im Mittelfeld agierende Bastian Heinrich, an den Ball und zog aus halbrechter Position an der Strafraumgrenze ab und ließ Jannes Menze im Plöner Tor mit seinem knallharten Distanzschuss in die lange Ecke keine Abwehrchance. Kurz nur die Freude bei den Saxonen, denn bereits zwei Minuten später der schnelle Ausgleich für die Gastgeber per Kopf nach einem Freistoß von der rechten Außenbahn, als die FSG-Defensive nur halbherzig verteidigte. Das gab Auftrieb für die Blues. Denn nur drei Minuten später nach einem Ballverlust im Spielaufbau der FSG der schnelle Konter der Blues durch die Mitte und es hieß plötzlich 1:2 aus Sicht der FSG. Der objektive Betrachter der Partie sah Parallelen zum Punktspiel, allerdings mit umgekehrten Vorzeichen. Denn dort führten die Gastgeber mit 1:0 und die FSG bog dann das Spiel mit zwei schnellen Toren noch um. Aber diesmal kam es anders, zumal der Pokal ja bekanntlich seine eigenen Gesetze hat. Von dem schnellen Rückstand ließ sich die FSG nicht beeindrucken und machte in der Nachspielzeit durch Jan Olaf Muhs, bei dem der Plöner Keeper nicht gut aussah, noch vor der Halbzeitpause den wichtigen 2:2-Ausgleich.

Die Blues übernahmen sofort nach Wiederanpfiff von Schiedsrichter Jan Malte Plath die Spielkontrolle und erarbeiteten sich gute Möglichkeiten, die aber nicht genutzt werden konnten. Die Saxonen hingegen beschränkten sich auf die Defensive und erspielten sich kaum nennenswerte Torchancen. Mit zunehmender Spieldauer verflachte das Spiel. Bis auf ein Abseitstor in der 89. Minute durch Nick Kocks und einer guten Reaktion von FSG-Keeper Daniel Hahne in der Schlussminute der regulären Spielzeit gab es keine weiteren Höhepunkte. So ging es in die Verlängerung.

Hier kam die FSG besser ins Spiel und ging dann auch folgerichtig durch freistehenden Nicolai Steffen, der nach guter Vorarbeit von Elias Laizer auf der rechten Seite von Jan Olaf Muhs mit Auge angespielt den Ball mühelos zum 3:2 (99.) versenken konnte. Leider wollte, trotz einiger guter FSG-Chancen, der erlösende vierte Treffer nicht fallen. Dafür schlugen die Blues nach einem Freistoß zurück (111.) und erzielten den 3:3-Ausgleich. So blieb es bis zum Abpfiff.

Jetzt musste das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen, wer ins Kreispokalfinale, das 2022 ausgespielt wird, einzieht. Die Saxonen legten vor. Die ersten fünf Schützen erwiesen sich alle als sehr treffsicher. Das gilt gleichermaßen auch für die Blues, die eiskalt verwandelten. Auch hier ging es in die Verlängerung. Dann gleich der erste Schock für die FSG, denn der erfahrene Neuzugang Sascha Reichow scheiterte mit den sechsten Elfmeter am gegnerischen Keeper. War es das schon für die FSG? Nein, denn beim nächsten Elfmeter der Blues durch Mats Böckmann-Rixen ahnte Daniel Hahne die Ecke und hielt den Ball. Aufatmen und anschließend anhaltender Jubel bei den vielen mitgereisten FSG-Fans, als Elais Laizer den nächsten Elfer versenkte und im Anschluss Thilo Schmidt das Leder über das Tor in den Plöner Nachthimmel schoss. Aus für die Blues, während die FSG unter ausgelassenem Jubel von den Rängen erstmals in ein Kreispokalfinale einzieht. Glückwunsch an Team und Trainer!


Trainer Ralf Hartmann freute sich über den Erfolg, sah allerdings auch Höhen und Tiefen im eigenen Spiel und vermisste manchmal auch die ordnende Hand, um die spielerische Linie wieder auf den Platz bringen zu können. Insgesamt zeigte er sich aber dennoch zufrieden mit der Leistung seines Teams in diesem Pokalfight, zumal nach den Ausfällen von Florian Bruckschlögl, Christopher Kroll und Patrick Mester mit Bastian Heinrich und Nicolai Steffen zumindest zwei angeschlagene Spieler auflaufen konnten und auch noch trafen, und freut sich schon auf das Endspiel.

Bericht: Lothar Rath, TSV-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pokal Ploen2