16. Punktspiel 19.11.17

SG Bornhöved/Schmalensee    ---    Großenasper SV

          SG BornhSchmWank                    Grossenasper SV
Mögliche Tabellenführung leichtfertig verspielt –

1:3-SG-Heimschlappe gegen den Großenasper SV

Die 90 Minuten in Schmalensee zwischen der SG (2.) und dem Großenasper SV (15.) lassen sich komprimiert so zusammenfassen: Die SG hatte über die gesamte Spieldauer insgesamt gefühlt 90 bis 95% Ballbesitz, ging nach torloser erster Hälfte mit vielen vergebenen Chancen in der 52. Minute durch Fabian Makus verdient in Führung und ermöglichte es den Gästen danach aus keiner einzigen herausgespielten Torchance noch drei Tore zu schießen.

Von Beginn an übernahm die SG das Kommando und bestimmte das Spiel, ohne zunächst spielerisch gegen die in der Offensive mehr als harmlosen Gäste zu glänzen. Schon in der Anfangsphase vergaben Yasin Sari und Fabian Makus gute Möglichkeiten (3./14./20.), weil die Feinjustierung fehlte. Erst in der 21. Minute das erste kleine Lebenszeichen der Gäste nach einem Abwehrversuch der SG-Defensive. Danach kam die SG besser ins Spiel und generierte weiter Torchancen bis zur Halbzeit im Fünf-Minuten-Takt (24./32./33/35./38./45.), leider allerdings ohne zählbare Erfolge. Das erste Tor schien nach Wiederanpfiff von Schiedsrichter Max-Friedrich Löbel, der mit dem fairen Spiel keine Mühe hatte, nur eine Frage der Zeit zu sein, weil die SG weiter Druck machte. Erst scheiterte Yasin Sari (50.) nur knapp, ehe es dann doch im GSV-Kasten von Florian Sabrowski klingelte (52.). Diesmal zeigte sich Torjäger Fabian Makus eiskalt, als er nach einer mustergültigen Kombination zwischen Yasin Sari und Jannarong Khomkhonsu den Pass in die gegnerische Schnittstelle erlief und sicher verwandelte. Damit schien der Bann gebrochen zu sein und der Sack musste jetzt nur noch zugebunden werden, dachten auch die treuen SG-Fans und atmeten erst einmal tief durch. Aber es sollte anders kommen. Zuvor noch mangels Beschäftigung vor sich hin frierend stand plötzlich Keeper Patrick Rehberg im Fokus, als Linksverteidiger Birger Hinz als letzter Mann versuchte, einen langen Ball aus der gegnerischen Hälfte unter Kontrolle zu bekommen, um ihn zurückzuspielen. Doch er verdattelte den Ball, so dass sein Gegenspieler Marcel Ostermann das unverhoffte Vorweihnachtsgeschenk dankend annahm und alleine auf Paddy zulief und zum 1:1-Ausgleich (57.) einnetzte. Die SG schüttelte sich kurz und wollte nachsetzen, um den Fehler zu korrigieren. Doch ein weiterer Abspielfehler im Spielaufbau an der Mittellinie, der zum Ballverlust führte, leitete den Untergang ein. Ein schneller Konter gegen die aufgerückte SG-Defensive über links brachte Torschütze Mahmuod Ahmad Omar in Schussposition. Torben Ruckpaul kam knapp leider einen Tick zu spät und fälschte den Schuss aus halblinker Position unglücklich in die kurze Ecke ab (61.). Im direkten Gegenzug fast der Ausgleich (62.), doch Fabian Makus scheiterte erneut. Die SG versuchte zwar in den nächsten Minuten weiter, den Ausgleich zu erzielen, verzettelte sich aber zu sehr in Einzelaktionen und ließ außerdem die zum Torerfolg notwendige Passgenauigkeit vermissen. In diese Phase hinein dann der endgültige Tiefschlag, als der kurz vorher eingewechselte Christof Schössow nach einer unklaren Situation vor dem SG-Strafraum plötzlich, wie auch immer, an den Ball kam und unhaltbar für Paddy zum 1:3 (76.) verwandelte. Damit war das Spiel entschieden, denn das weitere planlose Anrennen der SG war insgesamt nicht dazu geeignet, die GSV-Defensive noch ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.

So stand am Ende die zweite Heimniederlage in dieser Saison fest. Schade, denn die Chance, die Tabellenführung zu übernehmen und das eigene Selbstvertrauen im Kampf um die Meisterschaft weiter zu stärken, ließen die Männer von Trainer Ralf Hartmann leider ungenutzt, weil sich diesmal die ansonsten so starke SG-Defensive ungewohnt anfällig präsentierte und dem relativ harmlosen Gast aus Großenaspe drei wichtige Punkten im Abstiegskampf schenkte. Auch die treuen Fans zeigten sich nach Spielschluss unzufrieden mit den heute gezeigten schwachen Leistungen der SG-Akteure.